Auf und ab…
Habe die letzten beiden Wochen nichts geschrieben. Schreibblokade irgendwie. Leere in mir. Hoffen und Bangen. Wollte alles auf mich zukommen lassen. Wollte mich nimmer aufregen, nach vorne blicken will und wollte ich… Zwischenbilanzen gibts mehrere. Doch erstens kommt es anders und Zweitens als man/frau denkt!!!
Wusste auch nicht soll ich weiterschreiben… mein Innerstes mach Aussen kehren, immer wieder? Weiterhin? Hier – oder doch lieber wieder schweigen??? In mich reinfressen… Oder doch schreiben was mich bewegt, was passiert? Wayne interessierts? Doch wieder negieren und reinfressen, wie früher..
Damals als Kind als ich von dem Kerl aus der Nachbarschaft missbraucht wurde, damals als ich mich schämte und Angst hatte, dass mir niemand glaubt. Ich mich veränderte. Still und doch so kasperig sogleich, aufgedreht. Komisch eben, wo mich niemand verstand, “ Was nur los mit dem Kind??? “ Meine damalige Sucht nach Geborgenheit, Familie, normale Verhältnisse und all das… Wo ich die Bilderbuchheileweltfamilie so entbehrte, die ich bei Klassenkameraden sah und vermutete…
Damals schwieg ich nach der Vergewaltigung als Teenie. Frass es in mich rein… Das Aussenseitertum tat weh, ich negierte… In der Ehe auch – ich schwieg jahrelang und liess mir alles bieten. Nie in all den Jahren hab ich oft mein Herz geöffnet oder jemanden um Hilfe gebeten… Immer hübsch geschwiegen… War ruhig, selten geklagt oder gejammert… Sprach mich wer drauf an, der wohl sah was abgeht, schwieg ich, suchte Ausreden, tat alles ab…
Aufgeschrieben hab ich es in meine Chinakladde solange bis “ er “ mein Tagebuch las und meien innersten Gedanken und Ängste und Schmerzen in Psyche und Physis, die er mir zufügte las und mir Vorwürfe machte. Der Lauscher an der Wand… Dieser Vertrauensbruch hiess mich schweigen… Schriftlich nun endgültig auch. Ich wurde komplett in mich gekehrt. Verbal und auch in Schrift…
Ich habe lange genug den Mund gehalten und mit niemandem die Gedanken und Nöte geteilt… Alles in und mit mir selber ausgemacht. Irgendwie. Jahrelange Erfahrung. Wem mich auch anvertrauen. Gab ja fast niemand udn die die es gab hab ich verschont.
Seit ich blogge und das nun seit langer Zeit bin ich immer offener geworden. Lernte Menschen kennen und durch sie. Auch sie haben Schicksale und schreiben es offen aus in ihren Bloggs. Diese Leute bewundere ich und schätze sie sehr… Grad weil sie so offen ihr Innerstes darlegen…
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Ich bin heute innerlich total aufgewühlt. Total unruhig, hypernervös und kanns nicht erklären. Habe total heiss und fühl mich unwohl, habs Gefühl platzen zu müssen. Adrenalin ohne Ende, Kribbelige Finger und Wasser in den Hufen… Bluthochdruck??? Keine Ahnung… am liebsten würd ich nur schreien…. was nur los…? Physisch fahre ich Achterbahn. Zittrig, fickrig, meien Pumpe geht wild… Innere Unruhe bis zum Abwinken…
Vertipper dürft ihr behalten oder monieren, ich schreibe hektisch und nervös, meine Finger jagen über die armen Tasten…
Da vor zwei Wochen – Montags ging bei mir seelisch nichts mehr… Ich habe mich dermassen aufgeregt – innerlich zuerst, dann folgte der Ausbruch, zuviel des Guten. Nervenzusammenbruch… Ich verlor die Nerven… Komplett. Mein Schatz bekam mich nicht mehr beruhigt..
All die Geschehnisse, das was ich Revue passieren liess, all das Ganze haben mich komplett aus der Bahn geworfen… Ich hab versucht mich zusammen zu nehmen, aber an dem Tag gings nimmer. Zong und Fertig…
Okay beim Amt Phyrrussiege errungen… Auf was für Kosten? Sollte ich mich freun oder nicht? Hilfe von der Arbeitskammer, von der Schwiegermama meiner besten Freundin die beim SoVd ist und Sozialrichterin, die höchste Stellen kennt und die einschaltete. Mein Vitamin B das ich nun habe, solls mich freun? So konnte ich mich durchsetzen… Mit Hilfe von Dritten, ich selber habs versemmelt… Versagerin.
Tröstet es mich, das jene Beraterin für uns, sich schon einige mehrere Diszi eingehandelt hat(te), weil die sowas öfters machte? All diese Sprüche, diskriminierend usw, die ich mir bieten liess. Da bin ich nicht alleine mit… Geht andern da auch genauso.
Und diese Taten, bzw Unterlassungen, das „In der Luft hängen lassen “ ganz legal von Amts wegen, diese Willkür… Sollte es mich freun, das jene antanzen musste bei der Vorgesetzten und es eine Dienstanweisung von ganz oben gab, da die Schwiegermom, die uns mag und sich drüber erregte was los ist, sich eingeschaltet hatte, da sie den ganz oben gut kennt und per Du ist?
Ne, es tröstet mich eben nicht. Genugtuung?? Fehlanzeige. Es hat mich eher traurig gemacht… Weil es anscheinend nötig ist und war… Habe nun meine Bescheide, positiv… Warum nicht gleich so? Bekams so doch auch von Anfang an versprochen bis die Schwierigkeiten mit der BG begannen als wir die Wohnung endlich hatten und das was wir zugesagt bekamen im Vorfeld plötzlich nichtig waren. Ja wir Dummies hattens nur mündlich, wie blöde… Aussage gegen Aussage, da kann sich die andere Seite gut rausreden…Ich hab mich gewehrt, scheins mit Erfolg. Warum also der bittere Nachgeschmack?????
Der Zusammenbruch erfolgte dann, weil ich mir so sehr Gedanken machte über alles und die Zukunft. Die meine und die von andern. Die meiner Familie und die meines Exmannes. Alle sind wir involviert…
Positiver Bescheid okay… Kann Miete endlich dem Vermieter geben, der schon denkt wir belügen den – der schon dachte, der bekommt nie sein Geld… Diese Scham… Die Schreiben meiner Anwältin fruchteten… Das Vitamin B von oben auch.. Und trotzdem… Von irgendwoher holen die sich das zurück was sie mir/uns gewähren, denn da ist ja jemand, den man ranziehn kann.
Mein Ex. Soll der aufkommen. Wenn ers mir nicht gibt, geben kann oder will und es die Ämter tun, na dann holt sichs Amts da wieder. Der arbeitet ja.. Verdient.. Schulden??? Egal… Selber schuld. Das aufgrund der Schulden er aber nicht wirklich leistungsfähig ist??? Man(n) verdient zwar, aber das Geld ist faktisch weg… Aber wen kümmerts? Ausser den Betroffenen… Wird eben eine Existenz mehr kaputtgemacht. Mit allen Konsequenzen… Soll er dochs Haus verkaufen und in ne kleine Bude ziehn und vom Selbstbehalt leben und Konkurs anmelden…. Die Schulden bleiben, auch danach… Oder den Finger heben…
Nur damit ich meinen positiven Bescheid bekomme und die sich das Geld dann eben von ihm zurückholen, irgendwie… Nu soll er eben auch alles offenlegen, ich musste das ja auch… Mensch, wir haben nix… Schulden en masse und nee Ihr Lieben aus Pech und nicht weil wir auf grossem Fuss gelebt hatten. Und nun noch Scheidung….
Ich bin Deutschland – ich bin verschuldet.
Ich bin Deutschland – ich bin pleite.
Der Anruf meines Mannes an dem Montag, der mich derart aufregte. Nicht weil er frech, patzig oder sonstwas. Die Zeiten sind gottseidank rum. Wir können wie halbwegs vernünftige Menschen reden… Er unterlässt es mich verbal unter Druck zu setzen und anzupampen. Diese letzte Lektion hat er auch gelernt… Ich hoff auch, dass das so bleibt… Zur Zeit ist er auch handzahm, weil ich ein offenes Ohr hatte, als ihn seine Freundin etwas unschön abserviert hat und ihm zuhörte. Das kann ich ja auch gut.
Sein Anruf, verzweifelt, er war mit den Nerven total runter. Kenn ich doch die Situation. Gehts mir doch genauso seit Wochen… Seine Ausführungen gingen mir an die Nieren, grad wo ich doch so und so die finanzielle prekäre Lage kenne. Und auch weiss, wie die auf dem Amt mit einem agieren. Wo Du ne Nummer bist, kein Mensch. Und nun gerät er auch in den Kreislauf. Weil er alles offenlegen soll. Er wird dann offenlegen, das er den und den Lohn hat, aber auf der andern Seiten die und die Verpflichtungen und Schulden mit dem Ergebnis, das am Ende des Geldes immer noch laufende Rechnungen offen sind, Rücklastschriften anfallen usw… Denn der Lohn deckt schon lang nicht mehr die laufenden Kosten… Das ist eine Minussache. Lohn kommt und ist 6 Tage später schon komplett weg. Und davon muss er sich auch noch was zu essen kaufen.
Sein Anruf nahm mir die Luft… Er kommt nicht von den Schulden runter, weiss nicht wo ers Geld noch hernehmen soll. Das für die Kinder kratzt er zusammen, ohne Frage, aber alles andere? Wenn die nun vom Amt zurückfordern… wovon dennn?? Sein Anwalt habe gesagt in der jetzigen Situation könnten wir uns die Scheidung nicht leisten finanziell, die würde uns das Genick brechen…
Sein Vorschlag ich soll alles rückgängig machen ( Arge, Mietvertrag ), wieder bei ihm einziehen mit den Kindern, wir zusammen versuchen die Schulden in erträgliche Dimensionen zu bringen damit die Scheidung irgendwann nicht weh tut wenn wir sie erneut dann angehen… Das wenn wir uns dann scheiden lassen ein Polster da ist. USW. Eine andere Möglichkeit alles abzuwenden sähe er nicht.
Mein Schatz solle wieder in seine Jungesellenbude von 27 qm, er bekäme das alles ja bezahlt, ich könne ihn ja auch jederzeit sehn, da habe er nichts gegen… Das was ich bislang finanziell in den Sand gesetzt habe und noch an bislang angelaufenen ( Miet )Schulden ect. zu zahlen hätte , könnten wir irgendwie kompensieren. Das wär nicht so schlimm, wie das was noch folgen würde…
Ansonsten würden wir alle finanziell den Bach runter gehen… Wir von Arge auf Gedeih und Verderb abhängig und ihn würden sie dann ausziehn…
Als das Gespräch dann beendet war, ging bei mir nichts mehr… Luft fehlte zum Atmen, war beklommen und glaubte mich überfährt ein Bus. Erst sass ich da, unfähig irgendwas zu sagen, denken oder fühlen… Minutenlang regungslos.
Dann fings an, die Gedanken rasten… ich begann zu zittern. Die Kinder guckten mich erschreckt an und ich konnte nichte erklären… Ich stand auf und verzog mich ins Schlafzimmer, dunkelte alles ab udn legte mich ins totale Dunkel. Versuchte den einsetzenden Gedankenfluss zu stoppen… Ging nicht… er kam.
Wie soll das gehen? Was mein Mann mir vorschlug… Das ist nicht umzusetzen… Zurück? In dem Haus ist kein Platz. Nicht in der Konstellation wie sie sich jetzt bietet. Die Kinder wieder in ein Zimmer zusammen, wie die letzten Jahre? Das ginge noch. Obwohl es die genervt hat. Das das Haus weitgehends wegen Geldmangel unrenoviert ist und das Kinderzimmer nicht schön aussen vorgelassen.. Die Zwei wieder in ein Zimmer. Jetzt wo sie jeder eines für sich haben…
Aber was weiter? Mein Mann meinte wie das ganze letzte Jahr. Ich im Schlafzimmer, er im Wohnzimmer schlafend auf der Couch. Das wär ja auch so gegangen, bislang.
ABER: Geht sowas auf die Dauer gut? Ich bin schwanger und dann kommt bald das Baby. Ich mit dem Baby im Schlafzimmer? Er wenn er schlafen muss auf der Couch. Er arbeitet Schicht. Und muss oft tagsüber schlafen. Das kann nicht gut gehen… In dem Haus sind eine Küche, ein Bad, ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, ein Wohnzimmer. Unrenoviert das alles. Zudem auch keine Heizung. Nur Holzofen im Wohnzimmer, Küche und Oberes Stockwerk werden mit Katalytofen beheizt. Der ganz oberste Stock ist nicht ausgebaut.. Unisoliert…
Wie soll das gehen? Kann nicht gutgehen… Das ist der eine Aspekt… Das ich gerne mein Nest bauen möchte aussen vorgelassen. Ich konnte so lange keines bauen, werd ich auch weiter drauf verzichten könne. Doch was mit den andern Aspekten? Die da einher gehen werden, würden usw????
Ich bekomme mein Baby. Mein Schatz kanns nur besuchen hier und ich ihn mit dem Baby in der Junggesellenbude. Besuchen ist nicht gleich aufwachsen sehn… Mein Mann müsste ein fremdes Kind mittragen… Igendwie. Oder so? Oder wie… Platzmangel aussen vorgelassen…
Kann so eine Konstellation auf Dauer gut gehen? Und die Finanzen? Werden die je besser werden? Oder schiebt man das unvermeidliche finanzielle Disaster nicht weiter raus???? Das doch so oder so irgendwann über einen reinbricht, auch wenn man alles rückgängig macht… Scheidung, Arge und und und… Es ist doch zu spät… Was tun, was nur tun…
Ich lag da im Dunkeln, verzweifelt, panisch. Mein Schatz tauchte auf und fragte besorgt was los. Klos im Hals zunächst unfähig was zu antworten, verlor ich dann die Nerven… Nichts ging mehr. Zusammenbruch. Mein Schatz hilflos, wusste nicht, wie er mir was tun kann.
Irgendwann kam ich zur Ruhe, die nicht wirklich Ruhe war. Leere, Stille. Nur noch Leere. Erschöpft schlief ich ein, traumlos zuerst, bis ich wieder halbwach wurde – Mist träumte und dann ganz wach war. Und ich wieder die Nerven verlor… Die Verzweiflung mich wieder hatte… Bis ich total leer war und totenstill in mich gekehrt, unansprechbar in der Ecke hockte… So verging der Dienstag…
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